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Datenebene

Badsanierungs-Preisindex

Ein Preisindex für Badsanierungen misst, wie sich die Preise für vergleichbare Vorhaben über die Zeit verändern — nicht, was ein einzelnes Bad kostet. Diese Seite veröffentlicht die Methode, nach der dieser Index entsteht: welche Angaben eingehen, wie sie zusammengefasst werden und wo die Aussage endet.

Eine Ausgabe erscheint, sobald mindestens 300 Anfragen mit Umfangs- und Ortsangabe ausgewertet werden können und zu jeder ausgewiesenen Zelle Preisangaben der ausführenden Betriebe vorliegen. Bis dahin steht hier die Methode und keine Zahl: Ein Wert aus zu wenigen Fällen wäre kein vorläufiger Wert, sondern ein falscher.

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Preisindex
Eine Messzahl, die die Preisentwicklung für einen festgelegten, über die Zeit gleich gehaltenen Leistungsumfang abbildet. Sie beantwortet die Frage, ob etwas teurer geworden ist — nicht die Frage, was es kostet.
Der Unterschied ist für die Nutzung entscheidend. Ein Index von 100 im Basisjahr und 112 drei Jahre später sagt, dass derselbe Leistungsumfang um zwölf Prozent teurer geworden ist. Er sagt nichts darüber, ob ein konkretes Angebot angemessen ist: Dafür müsste der Leistungsumfang des Angebots dem des Index entsprechen, und der Leistungsumfang eines Bades ist von Fall zu Fall verschieden.
Quadratmeterpreis einer Badsanierung
Der auf die Grundfläche des Raums umgerechnete Gesamtpreis einer Sanierung. Er ist eine Rechengröße zur groben Einordnung und keine Kalkulationsgrundlage.
Drei Gründe begrenzen seine Aussage. Erstens bezieht sich der Preis auf die Grundfläche, gearbeitet wird aber an Wand- und Bodenflächen zugleich — bei gleicher Grundfläche kann die Wandfläche zweier Bäder verschieden groß sein, je nach Zuschnitt, Raumhöhe und Zahl der Öffnungen. Zweitens fällt ein fester Anteil unabhängig von der Fläche an: Anfahrt, Baustelleneinrichtung, Staubschutz, Aufmaß und Koordination. Deshalb kostet ein Bad mit drei Quadratmetern nicht ein Drittel eines Bades mit neun. Drittens hängt der Preis stärker am Umfang als an der Fläche: Ein kleines Komplettbad kostet mehr als ein großes Bad, in dem nur gefliest wird.

Die Regeln der Auswertung

Sie stehen vor der ersten Ausgabe fest, damit sie nicht an ein Ergebnis angepasst werden können. Eine später geänderte Regel wird als Änderung ausgewiesen, nicht stillschweigend übernommen.

RegelBegründung
Spannen statt PunktwerteEin Punktwert suggeriert eine Genauigkeit, die die Datenlage nicht hergibt. Ausgewiesen werden das untere und das obere Quartil sowie der Median.
Median statt arithmetischem MittelEinzelne sehr teure Vorhaben — Naturstein, Sonderanfertigungen, denkmalgeschützter Bestand — verschieben ein Mittel deutlich, den Median kaum.
Mindestfallzahl je ausgewiesener ZelleEine Zelle unterhalb der Mindestfallzahl wird nicht veröffentlicht, sondern als „zu wenige Fälle“ markiert. Das schützt vor Scheinaussagen und vor Rückschlüssen auf einzelne Vorhaben.
Regionen statt StädtenAuf Stadtebene wären die Fallzahlen zu klein. Ausgewiesen wird nach Regionstypen — Metropole, andere Großstadt, Mittelstadt und ländlicher Raum.
Trennung nach UmfangOhne Trennung nach Umfang vermischt der Index Gäste-WC und Komplettbad zu einem Wert, der für keinen von beiden gilt.
Stichtag und Erhebungszeitraum an jeder ZahlEin Wert ohne Zeitangabe ist nicht zitierfähig und in zwei Jahren nicht mehr prüfbar.

Die Mindestfallzahl je Zelle wird mit der Methodenveröffentlichung vor der ersten Ausgabe festgelegt und danach nicht mehr geändert.

Welche Angaben eingehen — und welche nicht

Der Index entsteht aus zwei Quellen. Personenbezogene Angaben gehören zu keiner von beiden.

  • Sanierungsumfang

    Geht ein
    ja
    Herkunft
    Auswahlfeld des Anfrageformulars
  • Raumgröße in Stufen

    Geht ein
    ja
    Herkunft
    Auswahlfeld des Anfrageformulars
  • Regionstyp

    Geht ein
    ja
    Herkunft
    abgeleitet aus der Postleitzahl, nicht die Postleitzahl selbst
  • Bestandslage und Ausstattungslinie

    Geht ein
    ja, soweit angegeben
    Herkunft
    freiwillige Felder des Formulars
  • Auftragssumme und Arbeitsanteil

    Geht ein
    ja
    Herkunft
    Preisangaben der ausführenden Betriebe
  • Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse

    Geht ein
    nein
    Herkunft
    wird für die Auswertung nicht verwendet
  • Einzelne Vorhaben als Datensatz

    Geht ein
    nein
    Herkunft
    veröffentlicht werden ausschließlich Aggregate oberhalb der Mindestfallzahl

Wie eine Ausgabe entsteht

Fünf Schritte, jährlich, in dieser Reihenfolge:

  1. 1. Erhebung

    Die Umfangs-, Größen- und Regionsangaben der Anfragen des Berichtszeitraums werden zusammengeführt und mit den Preisangaben der ausführenden Betriebe verknüpft.

  2. 2. Bereinigung

    Unvollständige Fälle, Doppelmeldungen und Vorhaben außerhalb des Betrachtungsbereichs — etwa Bäder über zwanzig Quadratmetern oder gewerbliche Objekte — werden ausgeschlossen. Die Zahl der ausgeschlossenen Fälle wird ausgewiesen.

  3. 3. Aggregation

    Je Zelle aus Umfang, Größenstufe und Regionstyp werden Median und Quartile berechnet. Zellen unterhalb der Mindestfallzahl bleiben leer.

  4. 4. Prüfung gegen die Vorjahresausgabe

    Auffällige Sprünge werden auf ihre Ursache geprüft: geänderte Fallzahl, geänderte Zusammensetzung oder tatsächliche Preisbewegung. Das Ergebnis der Prüfung steht im Methodenteil der Ausgabe.

  5. 5. Veröffentlichung

    Die Ausgabe erscheint mit Stichtag, Fallzahlen je Zelle, Methodenteil und der Angabe, was sich gegenüber der Vorausgabe geändert hat. Frühere Ausgaben bleiben erreichbar und werden nicht überschrieben.

Wie diese Zahlen zu verwenden sind

Für Redaktionen und Fachbeiträge: Jede veröffentlichte Zahl darf mit Angabe der Quelle, des Stichtags und der Fallzahl der jeweiligen Zelle zitiert werden. Werte aus Zellen ohne ausgewiesene Fallzahl gibt es nicht — wo eine Zahl fehlt, fehlt sie, weil die Datenlage sie nicht trägt.

Für die eigene Planung: Ein Index ordnet ein, er kalkuliert nicht. Wer wissen will, in welcher Größenordnung sich ein bestimmtes Vorhaben bewegt, kommt mit dem Budget- und Bauzeitplaner weiter — er rechnet den eigenen Fall durch und weist seine Annahmen aus. Verbindlich wird eine Zahl erst mit dem Angebot eines Betriebs nach der Besichtigung.

Was der Index ausdrücklich nicht leistet: keine Prognose künftiger Preise, keine Aussage über einzelne Städte, keine Bewertung eines konkreten Angebots und keine Aussage über die Preise einzelner Betriebe.

Häufige Fragen

Was ist ein Preisindex für Badsanierungen?

Ein Preisindex für Badsanierungen misst die Preisentwicklung für einen gleich gehaltenen Leistungsumfang über die Zeit. Er beantwortet die Frage, ob Badsanierungen teurer geworden sind — nicht die Frage, was eine bestimmte Sanierung kostet.

Woher stammen die Daten dieses Index?

Der Index wird aus zwei Quellen gebildet: den Umfangs-, Größen- und Regionsangaben der Anfragen dieses Portals und den Preisangaben der ausführenden Betriebe. Personenbezogene Angaben gehen nicht in die Auswertung ein, und veröffentlicht werden ausschließlich Aggregate oberhalb einer Mindestfallzahl.

Warum steht hier noch keine Zahl?

Eine Ausgabe erscheint erst, wenn je ausgewiesener Zelle genügend Fälle vorliegen — die Schwelle für die erste Ausgabe liegt bei 300 auswertbaren Anfragen mit Umfangs- und Ortsangabe. Ein Wert aus wenigen Fällen wäre nicht vorläufig, sondern falsch, und würde als Zitat weiterleben, lange nachdem er korrigiert wäre.

Kann ich mein Bad mit einem Quadratmeterpreis kalkulieren?

Ein Quadratmeterpreis trägt bei einem Bad nur einen Teil der Kosten. Ein fester Anteil — Anfahrt, Baustelleneinrichtung, Aufmaß und Koordination — fällt unabhängig von der Fläche an, und der Umfang wirkt stärker als die Größe des Raums. Für die Einordnung eines konkreten Vorhabens eignet sich eine Rechnung mit ausgewiesenen Annahmen besser.

Darf ich die veröffentlichten Werte zitieren?

Veröffentlichte Werte dürfen mit Angabe der Quelle, des Stichtags und der Fallzahl der jeweiligen Zelle zitiert werden. Frühere Ausgaben bleiben erreichbar, damit ein Zitat auch Jahre später nachprüfbar ist.

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