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Walk-in-Dusche: offene Bauform im Bestand

Eine Walk-in-Dusche ist ein Duschplatz mit fester Abtrennung und offenem Zugang: eine feststehende Scheibe, manchmal zwei über Eck, aber keine Tür. Weil das Wasser nicht von einer Tür aufgehalten wird, verlangt die Bauform eine größere Duschfläche und eine Anordnung, bei der der Strahl nicht auf die offene Seite zeigt.

Ob sie in Ihr Bad passt, ist deshalb eine Frage der Fläche und des Zuschnitts, nicht des Geschmacks. Diese Seite stellt die offene Bauform der Kabine mit Tür gegenüber und nennt, was vor der Bestellung der Abtrennung feststehen sollte.

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Walk-in-Dusche mit einer feststehenden Scheibe in schmalem schwarzem Rahmen und offenem Zugang, schräg von der Seite gesehen: grüngraue Fliesen in Schieferoptik, mattschwarze Armaturen und eine Rinne an der Wandkante.
Walk-in-Dusche
Ein Duschbereich, der über eine feststehende Scheibe aus Glas vom Raum getrennt wird und ohne Tür betreten wird. Die Abtrennung deckt nur einen Teil der Öffnung ab; der verbleibende Zugang bleibt dauerhaft offen.
Die Bauform betrifft ausschließlich die Abtrennung, nicht den Bodenaufbau: Eine Walk-in-Lösung kann bodengleich, mit flacher Wanne oder mit aufgestellter Wanne ausgeführt werden. Sie wird leicht mit der bodengleichen Dusche verwechselt — das sind zwei getrennte Entscheidungen, die unabhängig voneinander getroffen werden.

Offene Abtrennung oder Kabine mit Tür

Die Gegenüberstellung ordnet die Unterschiede, ohne eine der beiden Bauformen zu empfehlen. Welche passt, entscheidet der Zuschnitt Ihres Bades.

  • Platzbedarf

    Walk-in mit fester Scheibe
    Größere Duschfläche nötig, damit der offene Zugang trocken bleibt
    Kabine mit Tür
    Kommt mit kleinerer Fläche aus, braucht aber Schwenkraum für die Tür
  • Spritzwasser

    Walk-in mit fester Scheibe
    Wird über Fläche, Anordnung der Armatur und Strahlrichtung geführt
    Kabine mit Tür
    Wird von der Tür aufgehalten
  • Wärme im Duschbereich

    Walk-in mit fester Scheibe
    Der Bereich bleibt zum Raum hin offen und kühlt schneller aus
    Kabine mit Tür
    Geschlossener Bereich hält die Wärme
  • Reinigung

    Walk-in mit fester Scheibe
    Weniger Profile und Dichtungen, dafür mehr Glasfläche und Bodenanschluss
    Kabine mit Tür
    Mehr Profile, Dichtungen und Beschlagteile
  • Wirkung im Raum

    Walk-in mit fester Scheibe
    Der Raum wirkt offen und durchgehend; die Dusche bleibt sichtbar
    Kabine mit Tür
    Der Duschbereich ist klar abgegrenzt und optisch abgesetzt

Beide Bauformen brauchen dieselbe Abdichtung unter dem Belag. Die Wahl der Abtrennung ändert nichts daran, was im Boden passiert.

Spritzwasser, Wärme und die Größe der Fläche

Der offene Zugang ist der Grund für alles, was an dieser Bauform anders geplant werden muss. Ohne Tür entscheidet die Anordnung darüber, ob Wasser im Duschbereich bleibt: die Größe der Fläche, die Position der Armatur an der Wand gegenüber dem Zugang und die Richtung, in die der Brausekopf zeigt. Eine Regenbrause über der Mitte verhält sich dabei anders als eine Handbrause an der Stange.

Der zweite Punkt ist die Wärme. Ein zum Raum offener Duschbereich hält warme Luft nicht zurück; in einem Bad ohne ausreichende Beheizung wird das spürbar. Das ist keine Eigenschaft, die man wegplanen kann — es ist eine Eigenschaft der Bauform, die vor der Entscheidung bekannt sein sollte.

Der dritte ist der Bodenanschluss. Bei einer offenen Bauform darf das Gefälle nicht zum Zugang hin laufen, sonst wandert Wasser aus dem Duschbereich in den Raum. Das ist der Punkt, an dem Abtrennung und Bodenaufbau zusammenhängen — und der Grund, warum die Entscheidung über die Bauform vor dem Verlegen des Bodens fallen sollte, nicht danach.

Was vor der Bestellung der Abtrennung feststehen sollte

Eine Glasabtrennung wird nach Maß gefertigt. Was hier nicht geklärt ist, lässt sich später nicht mehr ändern:

  • Das Maß der Scheibe und die verbleibende offene Zugangsbreite.
  • Glasart, Glasstärke und ob eine pflegeleichte Oberflächenbehandlung enthalten ist.
  • Die Art der Wandbefestigung und ob der Untergrund an dieser Stelle trägt — hinter Fliesen kann eine Vorwand liegen.
  • Ob eine Stabilisationsstange nötig ist und wo sie befestigt wird.
  • Die Position von Armatur und Brausekopf im Verhältnis zum offenen Zugang.
  • Die Richtung des Gefälles am Übergang zum Raum.
  • Wer die elastische Fuge zwischen Scheibe und Belag herstellt und mit welchem Material.

Reinigung im Alltag

Eine feste Scheibe hat weniger Teile als eine Kabine mit Tür: keine Türdichtung, kein Laufschiene, kein Scharnier. Was bleibt, ist Glasfläche — und die zeigt Kalk deutlicher als eine strukturierte Fliese.

Der Aufwand hängt deshalb weniger an der Bauform als am Wasser: In Regionen mit hartem Wasser trocknen Rückstände sichtbarer ab. Eine werkseitige Oberflächenbehandlung des Glases kann das Abperlen verbessern; ob sie enthalten ist und wie lange sie halten soll, gehört ins Angebot und nicht ins Verkaufsgespräch.

Der zweite Punkt ist der Bodenanschluss: die Fuge zwischen Scheibe und Belag. Sie ist ein Verschleißteil und wird im Unterhalt erneuert. Fragen Sie, welches Material verwendet wird und in welchem Abstand eine Erneuerung vorgesehen ist.

Häufige Fragen

Was ist eine Walk-in-Dusche?

Eine Walk-in-Dusche ist ein Duschbereich mit feststehender Abtrennung und offenem Zugang, also ohne Tür. Die Scheibe deckt nur einen Teil der Öffnung ab; das Wasser wird über die Größe der Duschfläche und die Anordnung der Armatur im Duschbereich gehalten. Die Bauform betrifft die Abtrennung und sagt nichts über den Bodenaufbau aus.

Wie groß muss eine Walk-in-Dusche sein?

Die Fläche einer Walk-in-Dusche muss größer ausfallen als bei einer Kabine mit Tür, weil der offene Zugang das Spritzwasser nicht aufhält. Wie viel größer, hängt an drei Dingen: der Position der Armatur, der Art des Brausekopfs und der Breite des offenen Zugangs. Das Maß bestimmt der Betrieb beim Aufmaß, nicht ein allgemeiner Richtwert.

Spritzt bei einer Walk-in-Dusche Wasser ins Bad?

Wasser bleibt im Duschbereich, wenn Fläche, Armaturposition und Gefällerichtung zusammenpassen. Kritisch ist eine zu knapp bemessene Fläche, eine Armatur nahe am offenen Zugang oder ein Gefälle, das zum Raum hin läuft. Alle drei sind Planungsfehler und keine Eigenschaft der Bauform.

Ist eine Walk-in-Dusche dasselbe wie eine bodengleiche Dusche?

Walk-in und bodengleich bezeichnen zwei verschiedene Dinge: Walk-in meint die offene Abtrennung ohne Tür, bodengleich den schwellenlosen Bodenaufbau. Beide lassen sich kombinieren, aber auch einzeln ausführen — eine Walk-in-Lösung ist ebenso auf einer flachen Duschwanne möglich wie eine Kabine mit Tür auf einem bodengleichen Aufbau.

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